Bezahlungsmodell INCOME im Innendienst
Eingruppierungscheck – Bist Du richtig eingruppiert?
Was ist ein Eingruppierungscheck?
Der Betriebsrat prüft vertraulich, ob deine aktuelle Eingruppierung im neuen INCOME-System sachlich korrekt ist – anhand der offiziellen 5 Bewertungskriterien aus der Betriebsvereinbarung.
Wer kann einen Check beantragen?
Alle kaufmännischen und technischen Innendienstmitarbeitenden der Adolf Würth GmbH & Co. KG, die im Geltungsbereich der BV INCOME liegen.
Was kann ich gewinnen?
Möglicherweise eine höhere Eingruppierung und damit ein höheres Gehalt oder Gehaltsband. Außerdem sicherst du dir die Teilnahme an künftigen Gehaltsrunden – auch das kann über Jahre viel Geld ausmachen.
Was passiert, wenn mein Gehalt schon über dem Band liegt?
Auch das ist ein Fall für den Check! Liegt dein Gehalt über der Obergrenze deines Bands, könnte das daran liegen, dass die Eingruppierung zu niedrig angesetzt wurde. Ein höheres Band würde das Problem lösen und dich nicht mehr von künftigen Erhöhungen ausschließen.
Ich bin schon lange im Unternehmen – macht ein Check trotzdem Sinn?
Gerade dann! Je länger du dabei bist, desto mehr Erfahrung und Verantwortung hast du typischerweise aufgebaut. Die BV INCOME bewertet genau das – wenn deine Eingruppierung das nicht widerspiegelt, ist ein Check besonders wertvoll.
Was ist, wenn ich keine schriftliche Tätigkeitsbeschreibung habe?
Das ist kein Problem. Wir helfen dir, deine Tätigkeiten zu beschreiben. Wichtig: Die Erstellung der Tätigkeitsbeschreibung ist eigentlich Aufgabe des Arbeitgebers – falls du sie selbst erstellt hast, ist das selbst schon ein Hinweis auf deine Selbständigkeit.
Wie lange dauert ein Check?
Das erste Gespräch mit dem Betriebsrat dauert ca. 30–45 Minuten. Danach prüfen wir intern und melden uns bei dir zurück – in der Regel innerhalb von 10 Tagen
Was muss ich mitbringen?
Am besten: dein Eingruppierungsschreiben, eine Liste deiner Aufgaben (auch handschriftlich), und wenn vorhanden Leistungsbeurteilungen oder Rückmeldungen deines Vorgesetzten. Alles andere klären wir gemeinsam.
Was passiert nach dem Check?
Du bekommst eine ehrliche Einschätzung vom Betriebsrat. Falls wir eine fehlerhafte Eingruppierung feststellen, begleiten wir dich Schritt für Schritt – vom Gespräch mit HR bis hin zur Einigungsstelle, wenn nötig.

📞 So beantragst Du Deinen persönlichen Eingruppierungscheck
- Kontaktiere unsere IG Metall Betriebsräte bei Würth Dr. Lothar Gutsche oder Jürgen Daffner
- Kurz beschreiben: Ich möchte einen Eingruppierungscheck – mehr musst Du nicht sagen.
- Wir vereinbaren einen vertraulichen Termin, persönlich, per Videocall oder am Telefon
Natürlich steht es Dir auch frei, auf alle anderen 35 Betriebsräte zuzugehen. Wir können hier nur eine Empfehlung abgeben.
Kein sozialverträglicher Stellenabbau sondern
Kündigung ohne Grund
Wenn Sie eine Kündigung ohne Grund erhalten haben, gibt es mehrere Schritte, die Sie unternehmen können:
- Kündigungsschutzklage einreichen: Sie haben drei Wochen Zeit, um beim Arbeitsgericht Klage einzureichen. Dies ist besonders wichtig, da die Kündigung sonst wirksam wird.
- Rechtsberatung einholen: Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht kann Ihre Chancen prüfen und Sie bei der Klage unterstützen.
- Arbeitsagentur informieren: Melden Sie sich frühzeitig arbeitssuchend, um mögliche Komplikationen beim Bezug von Arbeitslosengeld zu vermeiden.
- Betriebsrat einbeziehen: Falls es einen Betriebsrat gibt, prüfen Sie, ob dieser ordnungsgemäß angehört wurde.
Leider müssen wir dies vermehrt feststellen. Nicht mehr nur im Aussendienst, vor allem auch in der Zentrale in Gaisbach. Oft geht einer Kündigung ein Personalgespräch mit Aufhebungsvertrag voraus. Dazu wurde die Personalrechtsabteilung bei Würth kräftig ausgebaut.
Besorgen Sie sich bei einem Betriebsrat der IG Metall-Fraktion Beistand in solchen Gesprächen. Sollte das nicht der Fall sein, lassen Sie sich auf keinen Fall überrumpeln und unterschreiben Sie nichts!

Nicht zu unterschreiben:
Aufhebungsvertrag
Ein Aufhebungsvertrag kann eine schnelle Lösung sein, um ein Arbeitsverhältnis zu beenden, aber er bringt Risiken mit sich. Wichtige Punkte, die du beachten solltest:
- Kein Kündigungsschutz: Du verzichtest auf mögliche Schutzrechte.
- Sperrzeit beim Arbeitslosengeld: Die Agentur für Arbeit wird eine Sperrzeit von bis zu 12 Wochen verhängen.
- Verlust von Ansprüchen: Urlaubsabgeltung, Überstundenvergütung oder Abfindungen müssen explizit geregelt sein. Vor allem wenn kein Kündigungsgrund vorliegt
- Druck und Fristsetzung: Lass dich nicht zu einer schnellen Unterschrift drängen.
Es wird dringend empfohlen, den Vertrag von einem Fachanwalt/Gewerkschaft prüfen zu lassen, um mögliche Nachteile zu vermeiden.
Wer legt die Pausenzeiten fest?
Die genaue Lage der Pausen kann der Arbeitgeber im Rahmen seines Direktionsrechts bestimmen. Sie müssen allerdings im Voraus feststehen. Die in Paragraf 4 ArbZG geregelten Ruhepausen stellen lediglich das Mindestmaß dar und verwehren es dem Arbeitgeber nicht, kraft seines Weisungsrechts längere Pausen vorzusehen (BAG, Urteil vom 16. Dezember 2009 – 5 AZR 157/09 -).
Allerdings darf der Arbeitgeber keine völlig unsinnigen Ruhepausen oder übermäßig lange Pausen festlegen. Zudem muss das Arbeitszeitgesetz auch hinsichtlich der Ruhezeiten (Zeiten zwischen einem Arbeitseinsatz und dem nächsten) eingehalten werden. Existiert ein Betriebsrat, so hat dieser gemäß Paragraf 87 Absatz 1 (2) BetrVG bei der Lage der Pausen ein Mitbestimmungsrecht. Die Pausenfestlegung kraft Direktionsrecht ist dann nicht möglich.
Löhne und Gehälter sorgen nicht für hohe Preise
Das Märchen der „Lohn-Preis-Spirale“
Das Schreckgespenst der „Lohn-Preis-Spirale“ ist in aller Munde: Überzogene Lohnforderungen könnten Unternehmen angeblich zu hohen Preissteigerungen zwingen, was wiederum zu einer steigenden Inflation führe. Was ist dran an diesem Mythos?
Die sogenannte „Lohn-Preis-Spirale“ ist in der Tat ein Märchen. Schaut man sich die in diesem Jahr vereinbarten Tarifabschlüsse an, gibt es keine Anzeichen für eine „Lohn-Preis-Spirale“ weder in Deutschland noch im Rest der Eurozone. Die Gefahr einer „Lohn-Preis-Spirale“ wird in der Öffentlichkeit beschworen, um die Lohnforderungen der Beschäftigten zu drücken.
Weshalb die Preise wirklich steigen
Tatsächlich steigen die Preise derzeit vor allem aufgrund der hohen Energiepreise, der Nahrungsmittelpreise und von Lieferkettenproblemen. Außerdem treiben auch Unternehmensgewinne die Preise nach oben. Denn nicht die Beschäftigten, sondern die Unternehmen selbst legen die Preise für ihre Produkte fest. Sie haben zum Teil erhebliche Markt- und Preissetzungsmacht. Manche nutzen die unübersichtliche Situation sogar, um sie weiter auszubauen, und setzen die Preise willkürlich höher. Gewerkschaften fordern daher angemessene Lohnerhöhungen für die Beschäftigten. Steigen die Löhne nun tatsächlich, führt dies aber nicht automatisch zu einem Anstieg der Preise. Viele Unternehmen könnten es verkraften höhere Löhne zu zahlen, ohne die Preise zu erhöhen. Sie müssten nur auf einen Teil ihres Gewinns verzichten. Viele Unternehmen machen jedoch gerade jetzt satte Gewinne und schütten Dividenden in Rekordhöhe aus. Um eine „Lohn-Preis-Spirale“ zu verhindern sind beide Seiten gefragt: die Gewerkschaften und die Unternehmen.
Auch Bundesregierung sieht keine Anzeichen für eine Lohn-Preis-Spirale
Im Mai 2023 stellt die Bundesregierung in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der CDU-/CSU-Fraktion fest: „Eine Lohn-Preis-Spirale hat sich seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine nicht abgezeichnet.“
Quelle: DGB

Löhne müssen stabil bleiben
Doch auch wenn Beschäftigte weiterhin den gleichen Lohn erhalten, ist er weniger wert, da die Preise steigen. Durch die Inflation sinken also die Reallöhne. Das ist ein Problem: Denn, wenn die Kaufkraft einbricht, gibt es niemanden mehr, der die produzierten Waren kauft, und der Umsatz der Unternehmen bricht ein. Löhne zu stabilisieren, ist daher aus volkswirtschaftlicher Perspektive sehr sinnvoll – gerade jetzt, wo ein wirtschaftlicher Abschwung aufgrund einer einbrechenden Konsumnachfrage droht.
Kräftige Lohn- und Gehaltszuwächse sind das beste Mittel gegen steigende Lebenshaltungskosten. „Wir brauchen daher eine Stabilisierung der Reallöhne“, sagt die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi. Gleichzeitig sind nicht nur die Tarifparteien gefragt, auch die Politik muss einen Beitrag leisten, um den Kaufkraftverlust der Bevölkerung einzudämmen. Die Entlastungspakete der Bundesregierung, insbesondere die Energiepreisbremse sind richtig und müssen schnell umgesetzt werden.
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